Managed Services

Viele IT-Abteilungen müssen sich oft mit Themen auseinandersetzen, die nicht zu ihren Kernaufgaben gehören. Das muss aber nicht länger so sein. Das Managed Services Modell ermöglicht die Auslagerung bestimmter Teilbereiche der IT. Auch wir bieten unseren Kunden Bereiche an, die wir für Sie „managen“. Aber was genau bedeutet Managed Services eigentlich in der Praxis?

Managed Service – ein Definitionsversuch


Managed Services sind wiederkehrende IT-Leistungen, die ein externer Dienstleister für seinen Kunden erbringt. Die Art, der Umfang und die Qualität der Dienstleistungen werden vorab klar definiert und in einem sogenannten Service Level Agreement (SLA) festgehalten. Die SLA bilden somit die Basis zur Messung und Bewertung der Leistungserbringung und ist auch relevant für die monatliche Abrechnung. Hält der Dienstleister das SLA nicht in allen Punkten ein, kann der Kunde in der Regel einen Teil der Gebühr zurückverlangen oder sogar den Anbieter verklagen. 

Vorteile mit Managed Service

Die Übertragung der wiederkehrenden IT-Services an einen externen Provider steigert nicht nur das effiziente und wirtschaftliche Arbeiten des Unternehmens. Der Auftraggeber profitiert auch von dem großen Erfahrungsschatz des IT-Dienstleisters. Mit einem Anbieter für Managed Services sind gerade kleine und mittelständische Unternehmen immer auf der sicheren Seite und müssen sich dank stets aktueller Software und Antiviren-Lösung keine Gedanken um mögliche Ausfälle machen. Zudem ist der Einsatz von Managed Services flexibel und kann jederzeit auf Veränderungen angepasst werden.
Ein ebenso großer Benefit ist die Entlastung der IT-Abteilung, die sich dank fachmännischer Unterstützung wieder gezielter auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann.

Nachteile vom Managed Service

Auf den ersten Blick scheinen Managed Services teuer. Die monatlichen Kosten sind jedoch gut kalkulierbar und im Gegensatz zu den Kosten bei einem Totalausfall noch moderat.
Ein weiterer Nachteil ist, dass die Verlagerung von IT-services eine Abhängigkeit vom Service Provider erzeugt. Insbesondere bei unternehmenskritischen Applikationen und Dienstleistungen kann dies ein gewisses Risiko darstellen, wenn der Dienstleister die Services nicht wie vereinbart erbringt. Deswegen sollte jedes Unternehmen vorab gründlich überlegen, welche Teilbereiche der IT durch einen Managed Service unterstützt werden sollen.

Typische Aufgaben, die Managed Services übernehmen

Managed Services decken einen großen Bereich an IT-Dienstleistungen ab. Typische Aufgaben können sein:

  • Das Durchführung von IT-Security Lösungen wie z.B. Antiviren- und Antispam-Plattformen oder Firewalls.
  • Die Bereitstellung, Konfiguration und Wartung von Storage-Kapazitäten (Storage-Services)
  • Die Bereitstellung, Konfiguration und Wartung von zentralen Server-Applikationen in Verbindung mit Infrastruktur-Services oder als dedizierter Service. (Application-Services)

Managed Services = Outsourcing?

Ist Managed Services dann eine anders benannte Form des Outsourcings? Nein, hier gibt es große Unterschiede! Während mit dem Outsourcing die komplette Auslagerung der Abteilung und Stellenstreichungen verbunden sind, befassen sich Managed Services klar nur mit abgegrenzten Teilbereichen der IT auf Basis von SLAs. Die Hoheit über die IT-Gesamtstruktur und IT-Prozesse liegt weiterhin in den Händen der internen IT-Abteilung.

Fazit: Managed Servies anwenden Ja oder Nein?

Der Einsatz von Managed Services ist grundsätzlich für jede Unternehmensgröße möglich. Die zunehmende Komplexität der IT wird die Nachfrage nach solchen Angeboten auch weiter vorantreiben. Dennoch ist es wichtig, dass der Auftraggeber eine gute Strukturierung und Servicesteuerung sicherstellt. Bei kleineren Unternehmen kann das ggf. etwas schwierig sein.
Office 365 ist z.B. ein wunderbares cloudbasiertes Anwendungsbeispiel für einen Managed Service, den inzwischen fast jedes Unternehmen nutzt.

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