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Spendenaktion Ukraine – Ein Interview mit Alexander Tovar

Militärkonvoi Ukraine
Militärkonvoi - Alexander Tovar

Es fehlt letztendlich an allem, und man sollte sich immer wieder vergewissern, dass wir uns immer noch mitten im Krieg befinden und die Leute immer noch unsere Unterstützung benötigen.“

Wir, bei der cibX Gmbh, finden die Situation in der Ukraine absolut schrecklich. Wir denken, dass die Nichtbeachtung des humanitären Völkerrechts humanitäre Katastrophen verursacht. Mit Stand 20. März 2022 waren rund 10 Millionen Menschen vor dem Krieg geflohen, davon ein Drittel ins Ausland. Uns war eines klar: Wir wollen helfen!

Durch eine Arbeitskollegin ist der Kontakt zu Alexander Tovar hergestellt worden. Alexander Tovar hat sich keiner offiziellen Hilfsorganisation angeschlossen. Für Herrn Tovar ist der Krieg eine naheliegende Angelegenheit, da die Frau eines Freundes Ukrainerin ist, und es ihnen so klar wurde, dass sie nach Beginn des Kriegs alles tun werden, um den Menschen in der Kriegsregion zu helfen. Zusammen mit seinem ukrainischen Tischtennistrainer Anton und dessen Freundin Oksana aus Osnabrück, helfen sie geflüchteten Personen vor Ort. Insgesamt haben sie bisher 16 Flüchtlinge bei Freunden und Bekannten unterbringen können. Derzeitig geht es darum den Menschen bei Behördengängen, Jobsuche und Einrichten einer Wohnung zu helfen, um das Leben so „normal“ wie möglich fortführen zu können.

Was halten Sie von der aktuellen Lage? Wie schätzen Sie die Situation ein?

„Ich halte die Situation in der Ukraine derzeitig für äußerst besorgniserregend. Es gibt keinerlei Indizien dafür, dass es zu einem Waffenstillstand kommen könnte. Die Brutalität, mit der Putins Truppen vorgehen, kennt keinerlei Grenzen. Beste Beispiele dafür sind die Menschenrechtsverletzungen in Butcha und das Vorgehen im Stahlwerk von Azov. Ich denke, wir müssen davon ausgehen, dass uns der Krieg lange beschäftigen wird.“

Jugendliche beladen einen Hilfskonvoi

Warum helfen Sie den Menschen? Was treibt Sie an? Und was sind Ihr Hintergrund und Ihre Gedanken?

„Wir haben mittlerweile 16 Menschen bei Freunden und Bekannten hier in Deutschland untergebracht. Die Schicksale der einzelnen Personen sind einfach herzzerreißend, wenn man sich zum Beispiel die Alina anschaut, die mit ihren beiden Kindern nach Deutschland geflüchtet ist. Ihr Sohn mit 21 Jahren ist weiterhin in der Ukraine und ist im Krieg. Sie telefoniert täglich mit ihm und hat Angst, dass er vielleicht sein Leben im Krieg lassen muss. Andere Schicksale, wie zum Beispiel die Valeriya, welche mit ihrer Tochter aus Charkiw nach Deutschland geflüchtet ist und ihre Wohnung total zerbombt ist. Ich denke mal, es sind zu große Nöte und eine zu schwierige Situation, dass man sich verpflichtet fühlen muss Menschen zu helfen.“

Was kann man selber als einzelne Person tun, um zu helfen?

„Ich rate immer dazu, schaut bei eBay Kleinanzeigen, was gesucht wird, schaut in eure Social Media Accounts und auf allen anderen öffentlichen Kanälen. Es werden die unterschiedlichsten Sachen benötigt. Wir suchen gerade zum Beispiel Erwachsenenwindeln für den Vater von einer bei uns untergekommenen Person. Wir richten gerade eine Wohnung ein für Flüchtlinge, die gerade aus der Ukraine gekommen sind, wo Möbel, Kleidung und auch Lebensmittel benötigt werden. Es fehlt letztendlich an allem, und man sollte sich immer wieder vergewissern, dass wir uns immer noch mitten im Krieg befinden und die Leute immer noch unsere Unterstützung benötigen.“

Ukrainische Grenze
ukrainisches Grenzgebiet – Alexander Tovar

Sind Sie schon länger ehrenamtlich tätig oder kam die Idee dort zu helfen spontan?

„Ich engagiere mich schon seit ca. 25 Jahren in verschiedenen Bereichen. Seit ca. 20 Jahren leite ich die Jugendabteilung von meinem Tischtennisverein und kümmere mich dort um das Jugend- und Schülertraining. Außerdem habe ich schon als junger Erwachsener im Zeltlager als Gruppenleiter einige Erfahrungen gesammelt. Des Weiteren habe ich eine Mitgliedschaft bei Plan, wo ich mich um ein Kind in Afrika kümmere, welches ich auch in den nächsten Jahren mit meinen Kindern zusammen besuchen möchte. Außerdem spende ich regelmäßig für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, um dort entsprechend vor Ort Hilfe zu leisten.“

Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft dieser Menschen?

„Es gibt derzeitig 22 Kriege auf dieser Welt. Und wie unnötig sind diese. Mein Wunsch wäre es, wenn dieses endlich ein Ende hat. Insbesondere für die Frauen und Kinder aus der Ukraine wünsche ich mir, dass sie wieder zurückgehen können in ihr Land, dieses wieder aufbauen und dort in Ruhe und Frieden ihren Alltag leben können.“

Herr Tovar sucht immer Unterstützung, sei es monetär oder physisch. Falls Sie helfen wollen, anbei die Kontaktdaten:
E-Mail: a.tovar@t-online.de
Telefon: +49 176 34325204

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