Vitamin-D-Mangel begünstigt schweren Verlauf der Coronavirus-Infektion

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Das Dr. Jacobs Institut für komplementär-medizinische Forschung hat einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem Coronavirus untersucht. Im Rahmen zweier klinische Beobachtungsstudien wurde festgestellt, dass das Risiko für einen lebensbedrohlichen oder sogar tödlichen Verlauf von COVID-19 bei Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel stark erhöht war.

Erhöhtes Sterberisiko bei Vitamin-D-Mangel

Eine Studie aus Indonesien hat den Krankheitsverlauf und den Vitamin-D-Spiegel von 780 COVID-19-Patienten untersucht und bestätigte ein 19-mal höheres Sterberisiko bei SARS-CoV-2-Infizierten mit Vitamin-D-Mangel (Raharusuna et al., 2020). Nachdem solche Störfaktoren wie Alter, Vorerkrankungen und Geschlecht bereinigt waren, ergab sich immer noch ein 10-fach erhöhtes Sterberisiko.

Im Rahmen einer weiteren Studie wurden die Vitamin-D-Werte von 212 COVID-19-Patienten aus Südasien nach dem Schwergrad ihrer Erkrankung verglichen (Alipio, 2020). Es zeigte sich ein 23-fach erhöhtes Risiko für lebensbedrohlichen Verlauf einer Corona-Infektion bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel.

Vitamin D zur Prävention

Der Grund könnte daran liegen, dass Vitamin D als ein essentieller Modulator des Immunsystems gilt. Er ermöglicht unserem Körper, eine Balance zwischen pro- und antientzündlichen Prozessen wieder herzustellen.

Fast 88 % der Bevölkerung in Deutschland (unter anderem auch jüngere Menschen) weisen einen mangelhaften Vitamin-D-Status auf. Deshalb empfiehlt die WHO die Einnahme von Vitamin D zur Prävention gegen schwere Krankheitsverläufe. Ebenfalls soll ein Mangel an Vitaminen A und K gedeckt werden, da sich deren Bedarf im Fall einer Erkrankung stark erhöht.

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