Coronavirus: Ist Händedesinfektion wirklich notwendig?

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Seit der Corona-Krise sind Desinfektionsmittel und -tücher zu unseren unentbehrlichen Alltagsbegleitern geworden: Mehrmals pro Tag desinfizieren wir unsere Hände, Handys, Türklinken, Tische sowie alle weiteren Gegenständen. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagen, es sei völlig überflüssig. Ein häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife sei vollkommen ausreichend, auch während der Corona-Zeit.

Desinfektionsmittel sind gesundheitsgefährdend

Auf dem Markt werden Desinfektionsmittel zu jedem Zweck und Einsatzbereich angeboten: gegen Bakterien, Pilzen, Viren, zur Handhygiene usw. Die meisten davon enthalten giftige Lösungen und Stoffe, die krebserregend, allergieauslösend, lungen-, leber- und nervenschädigend usw. wirken. Insbesondere gesundheitsgefährdend sind Desinfektionssprays, weil ihre ultrafeinen Partikeln beim Sprühen leicht eingeatmet werden können und somit eine akute und lebensbedrohliche Verschlechterung des Zustandes der Personen mit Lungenkrankheiten verursachen können. Auch bei gesunden Menschen kann es die Entstehung von Asthma begünstigen. Besonders betroffen sind kleine Kinder, da ihre Lunge sehr empfindlich auf Giftstoffe reagiert.

In einer US-amerikanischen Kohortenstudie mit 73.262 Krankenschwestern, die regelmäßig zwischen 2009 und 2015 Desinfektions- und Reinigungsmittel verwendet haben, wurde ein um 25 bis 38% erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen (COPD) festgestellt. Dabei wurden solche Substanzen, wie Chlorbleiche, Alkohol, quartäre Ammoniumverbindungen, Wasserstoffperoxid und Aldehyd unabhängig vom Gesundheitszustand der Probanden als gesundheitsschädlich eingestuft.

Fazit

In der Corona-Zeit gilt die Händedesinfektion im Alltag als unnötig. Es sei denn, dass das Händewaschen nicht möglich ist. Es werden Ethanol-basierte Mittel mit Glycerin zur Hautpflege empfohlen.

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