Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 25

Personen im Bus in schwarz-weiß
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Rosa Parks – Die Heldin einer ganzen Generation

Rosa Louise Parks wurde am 4. Februar 1913 unter ihrem Mädchennamen Rosa Louise McCauley in Tuskegee, Alabama geboren. Sie wurde zusammen mit ihrem Bruder von Mutter und Großeltern aufgezogen, nachdem ihr Vater die Familie verlassen hatte. Bis Rosa elf Jahre alt war, wurde sie von ihrer Mutter, die Lehrerin war, unterrichtet. Danach besuchte sie die Montgomery Industrial School for Girls und die Booker T. Washington High School, zwei Schulen ausschließlich für Afroamerikaner*innen. Parks arbeitete als Näherin in einer Fabrik, um ihren Mann den Raymond Parks, zu unterstützen. Er war neben seinem Hauptberuf als Frisör in der Wahlrechtsbewegung „National Association for the Advancement of Colored People“ (NAACP) tätig.

Die Ikone der Bürgerrechtsbewegung

Im Dezember 1943 begann Parks zusätzlich zu ihrem Hauptberuf als Sekretärin bei der NAACP in Montgomery zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt war die Rassentrennung dort stark ausgeprägt. Es gab Schulen, Parkbänke und Aufzüge für „Whites only“ und „Coloreds only“. Viele, allerdings nicht alle Busse waren ebenfalls getrennt. In den gemischten Bussen waren die vorderen vier Reihen für Weiße reserviert, den mittleren und den letzten Abschnitt durften auch Schwarze nutzen. Allerdings musste die komplette Reihe geräumt werden, sobald nur ein weißer Passagier dort sitzen wollte.

Doch genau dies trat am 1. Dezember 1955 ein. Rosa Parks saß in einer der erlaubten Sitzreihen, als ein weißer Fahrgast die Räumung der gesamten Reihe verlangte. Während die anderen Fahrgäste die Sitzreihe räumten, weigerte sich Parks es gleich zu tun, da sie nicht die restliche Fahrt stehen wollte. So kam es, dass der Busfahrer James Blake die Polizei einschaltete und auf die Verhaftung von Rosa bestand. Sie wurde tatsächlich wegen Störung der öffentlichen Ruhe festgenommen und zu einer Strafe von 10 Dollar für das Vergehen und 4 Dollar Gerichtskosten verurteilt.

Der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Baptistenprediger Martin Luther King organisierte daraufhin mit seiner Montgomery Improvement Association den „Montgomery Bus Boycott“. Dieser sorgte später dafür, dass den Behörden keine andere Wahl blieb, als die Rassentrennung innerhalb von Bussen und Zügen aufzuheben. Der Boycott war der Auslöser für viele andere Proteste der Bürgerrechtsbewegung in Amerika.

Aufgrund dessen wurde Rosa Parks zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Gleichzeitig wurde sie aber auch zur Zielscheibe von Drohungen.

Demenz                                                          

In ihren letzten Jahren litt Rosa Parks an fortschreitender Demenz. Sie starb am 24. Oktober 2005 in Detroit. Ihr Leichnam wurde öffentlich im Kapitol in Washington DC aufgebahrt, wo ihr etwa 50.000 Menschen die letzte Ehre erwiesen. Sie war die erste Frau in der Geschichte der vereinigten Staaten, der diese Ehre erwiesen wurde. Parks Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Woodlawn Cemetery in Detroit direkt neben der ihres Mannes. Sie wird immer als Heldin in Erinnerung bleiben.

Du darfst niemals Angst vor dem haben, was du tust, wenn es richtig ist.“ – Rosa Parks

„Die Welt stand auf, als Rosa Parks sitzen blieb.“ – Rosa Parks

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