Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 21

Peter Beard

Naturfotograf und Frauenheld Peter Beard

Peter Hill Beard, ein US-amerikanischer Fotograf, Künstler und Autor, wurde am 22. Januar 1938 in New York City in einer reichen Familie geboren. Sein Urgroßvater James Jerome Hill war der Gründer der Great Northern Eisenbahngesellschaft und zählte zu der sogenannten Jetset Gesellschaftsschicht. Er war u. a. mit Truman Capote, Bianca Jagger und Caroline Lee Radziwill befreundet.

Leidenschaftlicher Mode- und Afrika-Fotograf

Beards Leidenschaft zur Fotografie begann im Alter von zwölf Jahren, als er seine erste Kamera von der Großmutter geschenkt bekommen hat. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Yale University war Peter Beard zuerst als Portrait- und Modefotograf aktiv. Sämtliche Models und diverse Stars, wie z.B. David Bowie, Mick Jagger, Veruschka Gräfin von Lehndorff, Iman und den irischen Maler Francis Bacon standen schon einmal vor seiner Kamera. Jahrelang arbeitete Beard als Fotograf für das Modemagazin „Vogue“.

Jedoch langweilte ihn schnell die Modefotografie und nach einem Treffen mit der dänischen Autorin von „Jenseits von Afrika“ und Afrika-Expertin Tania Blixen entschloss er sich für eine Fotoreise in der atemberaubenden Welt Afrikas. Als Großstadtkind und Amerikaner, der in den besten Verhältnissen auf der Upper East Side aufwuchs, war er schon immer von der Natur Afrikas fasziniert. Mit 17 Jahren reiste Beard nach Südafrika und arbeitete dort mit dem Urenkel von Charles Darwin, Quentin Keynes, an einem Dokumentarfilm über Nashörner.

Immer wieder zog es ihn im Laufe seines Lebens nach Afrika bis er 1961 seine Hog Ranch in Kenia errichtete. Während seines 23 –jährigen Aufenthalts in Afrika sind zahlreiche Bildserien entstanden, z.B. mit Geparden im Sprint, jagenden Löwen, Elefanten, Nashörnern usw. 1965 erschien Beards erstes Buch „The End oft the Game“ mit den Aufnahmen im Tsavo Nationalpark in Kenia. Zwischen 1971 und 1972 fotografierte er systematisch sterbende und tote Elefanten. Nachdem 1977 die zweite Auflage seines Buchs veröffentlicht wurde, stellte Beard fest, das während dieser Zeit 35.000 Elefanten im Nationalpark verhungert waren. 1997 wurde Beard sogar von einem Elefanten niedergetrampelt, sodass ihm mehrere Rippen gebrochen wurden.

„Er starb dort, wo er auch lebte […]“

Der 82-jähriger Starfotograf starb dort, wo er sich schon immer am wohlsten gefühlt hat: in der Natur. Ende März dieses Jahres wurde Peter Beard als vermisst gemeldet. Seine Leiche wurde fast drei Wochen später, am 19. April in einem Naturschutzgebiet am östlichen Ende von Long Island, in der Nähe seines Hauses in Montauk, gefunden. Dort konnte er immer der Hektik des Großstadtdschungels entgegenkommen und seine Ruhe finden.

Die Todesursache bleibt bis heute unklar. Bekannt ist nur, dass Peter Beard an Dement erkrankt war und zumindest einen Schlaganfall erlitten haben soll. Dass er im Wald sterben wird, sei vorhersehbar, so das Statement seiner Familie. Er sei dort gestorben, wo er auch lebte – in der Natur.

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