Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 10

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Aaron Copland – Pionier der amerikanischen Musik

Aaron Copland, eine der berühmtesten und zutiefst einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten der amerikanischen Geschichte, wurde 1900 in Brooklyn geboren. Bereits mit 15 Jahren faste er den Entschluss, Komponist zu werden. Er war in New York Schüler von Rubin Goldmark, einem Neffen von Karl Goldmark. Wie damals für junge amerikanische Musiker üblich, ging er zur Beendigung seiner Studien im Sommer 1921 nach Europa.

Nach seiner Studienzeit in Paris entschloss sich Copland, Werke mit amerikanischem Charakter zu schreiben, indem er Jazz als amerikanische Ausdrucksweise verwendete.

Ende der dreißiger, Anfang der vierziger Jahre entwickelte Copland dann schließlich seinen ureigenen, „nationalen“ Ton. Beim Komponieren orientiert er sich an Jazz, Countrymusik und indianischen Klängen.  Vor allem aber bemühte sich Copland um einen Dialog mit dem Publikum. So enthält sein Werkkatalog neben sinfonischer Musik, Kammermusik und Ballette auch ein Lincoln-Portrait für Sprecher und Orchester von 1942 oder die Präambel für Sprecher und Orchester von 1946 sowie verschiedene Filmmusik.

Nicht nur als Komponist war er jedoch erfolgreich, sondern ebenso als Leiter verschiedenster Organisationen (Copland-Sessions-Concerts, League of Composers, Kussewizki-Stiftung, American Music Center). Er erhielt mehr als 30 Ehrentitel und viele weitere Auszeichnungen.

Nach seine Alzheimer-Diagnose Ende der siebziger Jahre zog sich Aaron Copland immer weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Er starb am 2. Dezember 1990 in North Tarrytown im US-Bundesstaat New York.

„I don’t compose. I assemble materials.“ „Ich komponiere nicht. Ich verbinde Materialien.“ Aaron Copland

Bill Quackenbush – Der sanfte Verteidiger

Der am 2. März 1922 in Toronto, Ontario geborene Hubert Georg Quackenbush wurde von seiner Tante immer nur Bill gerufen, da sie seinen Vornamen nicht mochte. Als Teenager war er einer der besten High-School-Athleten in Kanada. Außer Eishockey spielte er auch noch sehr erfolgreich Football und Fußball. Er bekam sogar ein Angebot für einen Profivertrag beim Football-Team Toronto Scottish, das er aber ablehnte, um sich auf seine Eishockey-Karriere zu konzentrieren.

Bereits nach kurzer Zeit spielte er in der American Hockey League, wo er durch seine gute Tor-Statistik auf sich aufmerksam macht und eine feste Position im Team der Detroit Red Wings in der NHL erhielt. Durch seine sportliche und faire Spielweise war er der erste Verteidiger, dem die Lady Byng Trophy verliehen wurde. 1976 wurde er in die Hockey Hall of Fame gewählt, da er in insgesamt 774 Spielen nur 95 Strafminuten bekam. Das war mit durchschnittlich 7 Sekunden pro Spiel die niedrigste Zeit der NHL auf dieser Position.

Nach seiner aktiven Karriere wurde er 1967 Cheftrainer der Herren-Eishockeymannschaft der Princton Univertity. Princton blieb er auch sein restliches Leben treu und unterrichtete unter anderem noch die Herren-Golfmannschaft und die Damen-Eishockeymannschaft.

Aufgrund einer Lungenentzündung in Verbindung mit seiner Alzheimererkrankung starb er am 12. September 1999 im Chandler Hospiz in Newtown, Pennsylvania, im Alter von 77 Jahren. Er hinterließ eine Ehefrau, drei gemeinsame Kinder sowie acht Enkelkinder.

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