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Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten -Teil 9

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Glen Campbell – The Rhinestone Cowboy

Glen Campbell wurde 1936 auf einer Farm in Delight, Arkansas geboren. Schon sehr früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Musik, insbesondere fürs Gitarre spielen, welches er sich autodidaktisch beibrachte. Er selbst meinte einmal, dass es für ihn früher das normalste der Welt gewesen sei, seine Gitarre zu nehmen um Musik zu machen, da sie nicht so viel Elektrizität hatten, um den ganzen Tag Musik aus dem Radio zu hören.

Mit 22 Jahren gründete er seine eigene Band, die Western Wranglers. 1960 verließ er die Band und zog nach Los Angeles, wo er einer der erfolgreichsten Studiomusiker wurde. Er spielte unter anderen Gitarre für Nat King Cole, Dean Martin, Elvis Presley, Frank Sinatra, Phil Spector und Merle Haggard.

Im December 1961 brachte er dann seine erste eigene Single auf den Markt, sowie im folgenden Jahr sein Debut Album „Big Bluegrass Special“. In den folgenden Jahren produzierte er noch weiter Lieder. Insgesamt veröffentlichte er mehrere Alben, die er über 45 Millionen Mal verkaufte. Zwischen 1964 und 1965 war er mit den Beach Boys als Gitarrist und Kopfstimme auf Tournee. Kehrte danach aber wieder zur Studiomusik zurück, da er dort mehr Geld verdienen konnte.

Titel-Sammlung und Sucht

1968 konzentrierte er sich dann auf seine Karriere als Country-Pop Musiker. In dieser Zeit entstanden auch einige seiner größten Hits wie „Rhinesteine Cowboy“, „Southern Night“ und „Sunflower“. Er gewann mehrere Grammys und wurde für den Titelsong des Kinofilmes „The Marshall“, indem er sogar eine Hauptrolle spielte,  sogar für den Oscar nominiert.

Als sein Erfolg zum Ende der 70er Jahre nachließ, verfiel er immer mehr in Depressionen und nahm auch verschiedene Drogen. Nach einem erfolgreichen Entzug schaffte er 1989 sein Comeback mit Songs wie „She´s gone, gone, gone“.

2011 wurde bei ihm Alzheimer diagnostiziert. In der folgenden Zeit produzierte er noch das Album „Ghost on the Canvas“ und ging noch einmal auf Tournee. Über seine Alzheimererkrankung äußerte er sich selbst im Jahr 2011 so:  „Ich weiß nichts darüber, weil ich mich nicht anders fühle. Es ist gut, dass es Dinge gibt, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, weil es eine Menge Dinge gibt, an die ich mich sowieso nicht erinnern möchte. – I don’t know anything about it because I don’t feel any different. The stuff I can’t remember is great because it’s a lot of stuff I don’t want to remember anyway” (San Francisco Chronicle, 2011)

2014 zog er in eine Pflegeeinrichtung in Nashville. Glen Campbell starb 2017 im Alter von 81 Jahren.

„All I ever did ever since I can remember was eat, live and breathe singing and playing guitar. I worked at a service station for a week, almost took my hand off, changing a flat tyre. Well, I quit that, because I wanted to play my guitar, and I couldn’t do that with smashed fingers” (Glen Campbell im Interview mit The Guardian 2000)

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