Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 5

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Manchmal wundert man sich, welche berühmten Persönlichkeiten alle an einer Demenz litten. Heute erinnern wir uns an eine tolle Kinderbuchautorin und einen herausragenden US-Schauspieler.

Enid Blyton – Kinderbuchautorin

Jeder von uns hat bestimmt schon einmal ein Buch von ihr gelesen oder einen Film, der auf einer Buchvorlage von Enid Blyton entstanden ist, gesehen. Enid Blyton hat uns mitgenommen auf die Abenteuer von „Fünf Freunden“. Wir haben mit ihr das Internatsleben kennengelernt, mit Geschichten über „Hanni und Nanni“ oder „Dolly“.

Sie ist die erfolgreichste Kinderbuchautorin. Ihre über 700 Werke wurden in über 40 verschiedene Sprachen übersetzt und über 60 Millionen Mal verkauft.

Die 1896 geborene Enid Blyton wuchs als eines von drei Kindern in Beckenham in der Grafschaft Kent auf. Während ihr Vater ihre Leidenschaft fürs Schreiben verstand und förderte, nannte ihre Mutter dies nur Zeitverschwendung. Mit 18 Jahren entschied sie sich gegen den Willen ihrer Mutter eine Ausbildung als Lehrerin an der Ispwich High School zu machen. Sie unterrichtete kurz an der Bickley Park School for Boys. Das Schreiben blieb aber weiterhin ihre große Leidenschaft.

1922 veröffentlichte sie ihr erstes Buch mit dem Titel „Child Whispers“. 2 Jahre später heiratete sie ihren Lektor Hugh Pollock und gab ihren Lehrerinnen-Beruf auf. Sie widmete sich jetzt voll und ganz der Schriftstellerei.

Ihre Ehe hielt dem überaus produktiven Leben der Schriftstellerin nicht stand und zerbrach. Im Jahr 1942 heiratete sie dann den Arzt Darrel Waters. Mit 64 Jahren hatte sie erste Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung. Sie bekam immer größere Gedächtnislücken und war zunehmend verwirrter. Ihr Ehemann unterstütze sie bis zu seinem Tod 1967. Nur ein Jahr später starb auch Enid Blyton.

In ihren Geschichten wird sie aber ewig weiter leben.

„Der beste Weg, Hindernisse zu überwinden, ist, sie als Trittsteine zu verwenden. Lache über sie, betrete sie uns lass dich zu etwas Besserem führen.“ Enid Blyton

Robin Williams – Mork vom Ork

Robin Williams wurde am 21.Juli 1951 in Chicago in einer wohlhabenden Mittelstandfamilie geboren.

In seiner Jugend hatte er aufgrund seines Aussehens und seiner Schüchternheit stark unter den Hänseleien seiner Mitschüler zu leiden. Seine Karriere als Schauspieler begann er auf Umwegen. Nach der High School entschied er sich zuerst für er ein Politikstudium, welches er aber bereits nach kurzer Zeit wieder abbrach. Er wechselte in die Theaterklasse. Aber auch dieses Studium brach er ab. Er besuchte ein Improvisationsseminar und trat in seiner frühen Zeit als Comedian auf. 1972 bewarb er sich in San Fransico an der renommierten Schauspielschule „Juilliards“ und wurde dort angenommen. Nach seinem Abschluss besann er sich wieder auf seine Karriere als Stand-up-Comedian. Er trat in mehreren kleinen Clubs auf. Dabei wurde er von Georg Schlatter, dem Produzenten der Comedy Show „Laugh-In“, entdeckt und bekam ein Engagement für sechs Folgen.

Noch im gleichen Jahr spielte er in der Sitcom „Happy Days“ in einer Folge den außerirdischen Mork. Damit kam er beim Publikum so gut an, das Paramount für diese Figur eine ganze Serie entwarf: „Mork vom Ork„. Damit wurde er bekannt.

Robin Williams ließ sich aber nicht in Genres zwängen. Er spielte den komischen Außerirdischen genauso überzeugend wie den legendären Radiomoderator in „Good Morning, Vietnam“ oder den empatischen Psychologen „Sean Maguire“ in „Good Will Hunting“, für die er einen Oskar erhielt. Bei Kindern war er sehr beliebt durch seine Rolle als liebenswerte Hausfrau in „Mr. Doubtfire“ oder als Arzt in „Patch Adams“.

Sein Erfolg hatte aber nicht nur positive Seiten. Die große öffentliche Aufmerksamkeit des  TV- und Kinostars verstärkten seine Alkohol- und Drogenprobleme, die durch Depressionen in den 70 er Jahren  bereits ausgelöst wurden. Nach dem Drogentod seines Freundes John Belushi ging er seine Probleme offensiv an und unterzog sich einer erfolgreichen Suchttherapie. Er hatte aber Zeit seines Lebens mit kleinen Rückfällen zu kämpfen.

Im Jahr 2013 begannen bei Robbie Williams seiner Frau zufolge die ersten Symptome seiner Parkinson-Erkrankung. Er litt unter Bauchschmerzen, Verstopfung, Probleme beim Wasser lassen und Schlaflosigkeit. Je weiter die Krankheit fortschritt, umso schlechter wurde sein Gesundheitszustand. 

Seine Frau beschrieb es so: Einen Moment sei er vollkommen bei klarem Verstand und im nächsten Moment habe er etwas völlig Irrationales von sich gegeben. Robin Williams litt unter seiner Krankheit. Der sonst so wortgewandte, witzige Mann schien seinen Halt zu verlieren. Er konnte oft die richtigen Worte im Gespräch nicht mehr finden, seine visuelle Aufnahmefähigkeit nahm ab und er wurde immer frustrierter. Er verlor seinen Sinn für Logik und war nur noch verwirrt.

2014 nahm sich Robin Williams in seinem Arbeitszimmer das Leben. Nach seiner Obduktion zeigte sich, dass er in seinen letzten Lebensmonaten nicht nur an Parkinson, sondern auch an der Lewy-Körper-Demenz litt, einer tödlichen neurodegenerativen Krankheit.

Comedy ist immer optimistisch! Und deshalb liebe ich es.“ Robin Williams

Wir werden alle mit einem kleinen Funken Wahnsinn geboren. Du darfst ihn nicht verlieren im Laufe deines Lebens.“ Robin Williams

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