Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 18

Alfred Elton van Vogt –Einzelgänger mit besonderen Fähigkeiten

Alfred Elton van Vogt wurde am 26. April 1912 in Winnipeg in der Familie eines nach Kanada ausgewanderten niederländischen Rechtsanwalts geboren. Als sein Vater kurz vor Beginn der Wirtschaftskrise seinen guten Posten bei der Reederei verlor, verließ er frühzeitig die Schule und begann als Hilfsarbeiter Geld zu verdienen.

Ein lebenslanges Abenteuer

Nebenher begann er 1926 seine schriftstellerische Karriere. Zunächst verfasste er Radiobeiträge, melodramatische Kurzgeschichten und Liebesromane aus dem Prostituiertenmilieu. 1935 gewann van Vogt mit seinem Werk „A Miracle in My Life“  einen mit 1.000 Dollar dotierten Preis des True Story Magazins. Jedoch ist seine erste Science-Fiction-Kurzgeschichte „Black Destroyer“ erst im Juli 1939 erschienen. Diese wird bis heute als die beste Story seines bekanntesten Episoden-Romans „Die Expedition der Space Beagle“ genannt.

Dadurch startete eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Herausgeber John W. Campbell. Bis 1947 wurden ca. 35 Kurzgeschichten und Romane von van Vogt veröffentlicht. Überdies arbeitete der Schriftsteller viele Stories zu Romanen um oder fügte, nicht unbedingt miteinander in Zusammenhang stehende, Geschichten zusammen.

1939 heiratete er seine erste Frau, die Science-Fiction-Schriftstellerin Edna Mayne Hull. Später arbeitete van Vogt mit ihr gelegentlich auch zusammen. 1940 wurde sein erster Roman, der Mutantenroman „Slan“ ein großen Erfolg und er zog nach Los Angeles.

Ende der 40-er Jahre entdeckte van Vogt ein neues Interessengebiet. Die Hypnose. 1956 wirkte er sogar als Co-Autor an einem Buch über Hypnose mit und schloss sich einer Gruppe von Anhängern der L. Ron Hubbards Dianetik-Theorie an. Sobald sich diese zu einer Scientology-Sekte entwickelte, stieg der Schriftsteller sofort aus. Er begann wieder zu schreiben, jedoch wurden seine Spätwerke nicht mehr so gut angenommen.

Supermensch-Geschichten

In seinen Werken geht es vor allem um Personen, die über besondere Fähigkeiten verfügen und diese im Kampf für ein großes Ziel einsetzten. Diese Supermensch-Geschichten fesselten Zeitlang seine Leserschaft, machten van Vogt jedoch zu einem der umstrittensten Autoren der Science Fiction.

Die Episode „Discord in Scarlet“ aus seinem Buch „Die Expedition der Space Beagle“, die 1979 erschien, war ersichtlich die Grundlage für dem Film „Alien“. Deshalb begann van Vogt in den 1980er-Jahren einen entsprechenden Rechtstreit und bekam im Rahmen eines Vergleichs 50.000 Dollar zugesprochen.

Jahrelang litt er an Alzheimer und verstarb im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Lungenerkrankung.

„Childhood was a terrible period for me. I was like a ship without anchor being swept along through darkness in a storm. Again and again I sought shelter, only to be forced out of it by something new.“ „Die Kindheit war eine schreckliche Zeit für mich. Ich war wie ein Schiff ohne Anker, das im Sturm durch die Dunkelheit gezogen wurde. Immer wieder suchte ich Schutz, nur um durch etwas Neues getrieben zu werden. “ Alfred Elton van Vogt

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