Berühmte Alzheimer- und Demenzpatienten – Teil 13

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In unserer sommerlichen Artikel-Serie über Prominente mit Alzheimer und Demenz geht es sportlich weiter.

Marv Owen – Baseball-Star der 30er

Als Kind Kaliforniens spielte der im Jahr 1906 geborene Marvin James Owen an der Santa Clara University Baseball und Football. Er spezialisierte sich auf Baseball und unterschrieb  einen Vertrag bei den Seattle Indians, für die er ab 1930 in der Pacific Coast League spielte. Diese Liga ist eine Stufe unter der großen Major League Baseball angesiedelt.

Ein Jahr später wurde er zu den Detroit Tigers transferiert. Der damalige Manager Bucky Harris war von seinem neuen Spieler begeistert und betitelte ihn als „größte Aussicht, die die amerikanische Liga seit vielen Jahren gesehen hat“. Nach einer enttäuschenden Saison mit 61 Siegen und 93 Niederlagen der Tigers kehrte Owen vorerst in die Zweitklassigkeit zurück und lief 1932 für die Newark Bears in der International League auf. Mit einem Home-Run sicherte er seinem Team die Meisterschaft und wurde im Anschluss als Most Valuable Player ausgezeichnet.

Nach seinem Durchbruch kehrte er zu den Tigers zurück und spielte als Starting Third Baseman. Mit seinen Mitspielern Hank Greenberg, Charlie Gehringer und Billy Rogell bildete er das gefürchtete Quartett „Battalion of Death“.

Die Major League Baseball ist in zwei Ligen aufgeteilt, die American League und die National League. Mit 101 Siegen gewannen die Tigers 1934 ihre Liga mit 101 Siegen, verloren aber die entscheidende World Series gegen die St. Louis Cardinals im siebten Spiel. Owen wurde in diesem Match zu einem Hauptdarsteller, nachdem er sich in Folge eines harten Zusammenpralls mit seinem Gegner Joe Medwick eine körperliche Auseinandersetzung lieferte.

Der größte Erfolg seiner Karriere

Im nächsten Jahr war es dann endlich soweit: Obwohl Owen wegen einer Verletzung zwischenzeitlich ausfiel, absolvierte er 131 Spiele und konnte 1935 schließlich die World Series gegen die Chicago Cubs mit seinem Team für sich entscheiden!

Nach erfolgreichen Jahren in Detroit wurde er im Dezember 1937 zu den Chicago White Sox getradet. Dort spielte er zwei Saisons und zog dann zu seiner letzten MLB-Station, den Boston Red Sox, weiter. Er bekam dort nur noch 20 Saison-Einsätze und unterschrieb in der Folge bei den Portland Beavers in der zweitklassigen Pacific Coast League, womit sich der Kreis zum Beginn seiner Karriere schloss.

Er blieb dem Team bis 1946 treu, ab 1944 auch als Spieler-Trainer. Später managte er noch die San Jose Red Sox, Davenport Tigers, Durham Bulls und Valdosta Tigers. Für seine alte Liebe, die Detroit Tigers, war er bis zu seinem Ruhestand in den 70ern noch als Scout tätig. Baseball begleitete ihn also durch sein gesamtes Berufsleben.

Der Baseball-Spieler, welcher im Laufe seiner neunjährigen MLB-Karriere 1011 Spiele absolvierte, litt an Alzheimer und starb mit 85 Jahren im Juni 1991.

Sein ehemaliger Mitspieler Billy Rogell sagte einmal über ihn: „Er war ein wundervoller Mann“.

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